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Automobilmuseum Fichtelberg: Fahrzeugmuseum, Ausstellung und Anfahrt

Symbolbild: Reihe von Oldtimern in einer Museumshalle, dahinter ein historisches Feuerwehrfahrzeug (mit AI erstelltes Bild)AI
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Ein Düsenjet unter einem Dach, ein paar Schritte weiter Traktoren, Dampfmaschinen und Zweitakt-Motorräder: Das Automobilmuseum Fichtelberg ist nicht ganz das, was der Name verspricht. Offiziell heißt das Haus Deutsches Fahrzeugmuseum Fichtelberg, und das trifft es besser. Gezeigt werden Autos aller Epochen, dazu Motorräder, Flugzeuge und Hubschrauber, Feuerwehrfahrzeuge, Landmaschinen und Militärfahrzeuge. So beschreiben es Wikipedia, die Website des Museums und ADAC Maps übereinstimmend. Der zeitliche Bogen reicht laut Wikipedia und Betreiber von 1896 bis in die Gegenwart.

Der ältere Name ist trotzdem nicht verschwunden. Die Internetadresse des Museums lautet amf-museum.de, und 1992 erschien ein Buch von Perry Eckert mit dem Titel „Automobilmuseum Fichtelberg“. Wer vor Ort nach dem Automobilmuseum fragt, wird also richtig geschickt.

Diese Seite beschreibt, was die Ausstellung zeigt, warum die Angaben zur Größe der Sammlung so weit auseinandergehen, wie die Anfahrt funktioniert und wie sich das Museum mit dem Besucherbergwerk Gleißinger Fels und dem Fichtelsee zu einem Tag in Fichtelberg verbinden lässt. Öffnungszeiten und Eintrittspreise stehen hier nicht. Sie ändern sich, und das Museum veröffentlicht sie selbst.

Vom Familienbetrieb zum Fahrzeugmuseum

Das „Deutsches Fahrzeugmuseum Fichtelberg“ ist kein öffentliches Museum mit Stiftung oder Landkreis im Rücken. Es entstand als private Initiative der Familie Eckert, so Wikipedia und das Portal freizeitmonster.de; automuseums.info nennt Timo und Perry Eckert als örtliche Unternehmer, die das Museum aufgebaut haben. Die Idee hatte einen sehr praktischen Anlass. Nach Wikipedia zog der Familienbetrieb 1990 in eine größere Produktionshalle um, und plötzlich war in den alten Räumen Platz für eine Ausstellung.

Zwei Jahre Umbau folgten. Als Eröffnungstag nennt Wikipedia den 11. September 1992. Seitdem ist die Sammlung gewachsen, und zwar nicht nur an Fahrzeugen, sondern auch an Fläche. Zum Hauptgebäude kamen eine historische Ziegelhalle und ein großes Freigelände, das heute überdacht ist. Die jüngste Erweiterung ist die Halle 3 in der Bayreuther Straße. Wikipedia beziffert sie auf rund 4.000 Quadratmeter, und auch das Museum selbst spricht von etwa 4.000 Quadratmetern für wechselnde Sonderausstellungen.

Ein Restaurant gehört inzwischen ebenfalls dazu; Wikipedia erwähnt es, das Museum führt es auf seiner Website mit Biergarten. Gebaut ist vieles davon in alten Gewerbehallen, und das passt zum Ort: Fichtelberg lebte nach dem Ende des Bergbaus im 19. Jahrhundert zu einem guten Teil von der Granitindustrie, so Wikipedia und das Haus der Bayerischen Geschichte.

Was die Ausstellung in den drei Hallen zeigt

Die Ausstellung verteilt sich auf drei Hallen und ein überdachtes Freigelände. Das bestätigen Wikipedia, die Website des Museums und ein ausführlicher Besuchsbericht auf familienurlaub-info.com. Zu jedem Fahrzeug gibt es eine Infotafel, schreiben Wikipedia und derselbe Bericht. Mehr als eine Tafel sollte man allerdings nicht erwarten; einige Bewertungen auf der Museumsseite merken an, dass die Beschreibungen knapp ausfallen und die Exponate eng stehen.

Halle 1: das Hauptgebäude

Im Hauptgebäude liegt die Kasse, und hier beginnt der Rundgang über mehrere Etagen. Wikipedia beschreibt die Halle 1 als Querschnitt durch über hundert Jahre Auto- und Motorradgeschichte mit Raritäten aus den 1950er- bis 1980er-Jahren. Der Bericht von familienurlaub-info.com kommt zum gleichen Eindruck: In der dreistöckigen Halle stehen vor allem Autos aus den Fünfzigern bis Achtzigern. Ein DeLorean, bekannt aus „Zurück in die Zukunft“, wird dort ebenso erwähnt wie in Besucherbewertungen auf der Website des Museums.

Unter den Fahrzeugen, die Quellen namentlich hervorheben, findet sich ein zweisitziger Mercedes-Benz 300 SLR, den ADAC Maps nennt und den auch Besucher auf der Museumsseite beschreiben. Wikipedia zählt außerdem einen Bizzarrini GT 5300, eine frühe NSU-Rennmaschine von 1910, eine Boss Hoss von 2007 und eine Münch Mammut 2000 zu den Besonderheiten. Einzelne Fahrzeuge werden ausgetauscht. Was genau gerade steht, weiß nur das Museum.

Die Ziegelhalle: Landmaschinen und Dampf

Gegenüber dem Hauptgebäude steht eine historische Ziegelhalle. Wikipedia und freizeitmonster.de beschreiben dort Fahrzeuge aus den Jahren 1930 bis 1950, ergänzt um Traktoren, Dampfmaschinen und landwirtschaftliche Maschinen. ADAC Maps nennt ebenfalls Hallen mit Traktoren, Dampfmaschinen und Landtechnik. Hier geht es weniger um Glanz als um Arbeit, und genau deshalb ist diese Halle für viele Besucher die interessanteste.

Das Freigelände: Jets, Hubschrauber, Panzermotoren

Das Freigelände ist der Teil, der das Haus vom gewöhnlichen Oldtimermuseum unterscheidet. Wikipedia nennt Düsenjets, Hubschrauber und Militärfahrzeuge, dazu eine große Motoren- und Maschinenschau mit Sternmotoren und Panzermotoren. Der Bericht auf familienurlaub-info.com schildert „Jets aus der DDR, riesige Militärfahrzeuge, Motoren aller Art (auch von einem Panzer!)“. Wikipedia und das Museum beschreiben das Freigelände als überdacht, was den Besuch bei Regen deutlich angenehmer macht.

Halle 3 in der Bayreuther Straße

Die Halle 3 steht nicht neben den anderen. Das Museum gibt die Entfernung mit rund 1,1 Kilometern an, etwa eine Viertelstunde zu Fuß; familienurlaub-info.com beschreibt denselben Weg als einmal quer durch den Ort in die Bayreuther Straße. Wikipedia nennt als Adresse der Erweiterung die Bayreuther Straße 33. Dort laufen wechselnde Sonderausstellungen; Wikipedia und freizeitmonster.de erwähnen eine große Schau zu den italienischen Marken Iso Rivolta und Bizzarrini. Welche Sonderausstellung gerade gezeigt wird, steht beim Betreiber.

Der Fußweg ist kein Umweg, über den man sich ärgern muss. Er führt durch den Ort, und nach zwei Stunden in Hallen tut eine Viertelstunde an der Luft gut.

Wie groß ist die Sammlung wirklich?

Hier wird es unübersichtlich, und das ist ehrlich gesagt ärgerlich. Wikipedia nennt „mehr als 500 Exponate“ auf rund 10.000 Quadratmetern, ebenso der Bericht auf familienurlaub-info.com. Die Website des Museums spricht an einer Stelle von über 700 außergewöhnlichen Ausstellungsstücken, an einer anderen von mehr als 1.000 Exponaten und von rund 11.000 Quadratmetern; nach eigener Darstellung ist das die größte Technikausstellung Nordbayerns. Die Tourismusseite der Gemeinde schreibt von mehr als 200 Exponaten in drei Hallen. automuseums.info zählt über 140 Autos, mehr als 30 Motorräder und vier Flugzeuge.

Widersprechen müssen sich diese Zahlen nicht unbedingt. Sie zählen Verschiedenes zu verschiedenen Zeitpunkten: nur Autos, alle Fahrzeuge, oder jedes Ausstellungsstück einschließlich Motoren, Modellen und Maschinen. Die Fläche ist mit der Halle 3 gewachsen, und ältere Verzeichnisse wurden nicht immer nachgezogen. Belastbar ist, was alle Quellen gemeinsam tragen: mehrere hundert Fahrzeuge und Maschinen, verteilt auf drei Hallen und ein Freigelände. Für einen Nachmittag reicht das allemal.

Wikipedia rechnet für den Besuch mit anderthalb bis zweieinhalb Stunden, je nach Interesse. Der Bericht auf familienurlaub-info.com kam auf etwa zweieinhalb Stunden. Mit dem Weg zur Halle 3 sollte man großzügig planen.

Anfahrt zum Automobilmuseum Fichtelberg

Das Hauptgebäude, also das eigentliche Automobilmuseum Fichtelberg, steht am Nagler Weg 9–10 in 95686 Fichtelberg. So geben es die Website des Museums und ADAC Maps an, und OpenStreetMap verzeichnet das Museum am Nagler Weg 9. Fichtelberg liegt im Landkreis Bayreuth in Oberfranken, am Südosthang des Ochsenkopfs. Nach Wikipedia liegt der Ort rund drei Kilometer südlich der B 303, und von der Autobahn A 9 zwischen Nürnberg und Berlin führen die Ausfahrten Bad Berneck oder, aus Richtung Berlin, Gefrees ins Fichtelgebirge. Am Seehaus an der B 303 gibt es außerdem einen Wanderparkplatz, von dem aus Wege zum Fichtelsee führen.

Ohne Auto geht es mit dem Bus. Einen Bahnhof hat Fichtelberg nicht mehr; die Gemeinde verweist auf die Bahnhöfe in Bayreuth und Marktredwitz. Von dort fahren Busse nach Fichtelberg, nach Angaben der Gemeinde die VGN-Linien 329 über Bad Berneck und Bischofsgrün sowie 369 über Weidenberg und Warmensteinach. Die 369 ist der sogenannte Fichtel-Express, den der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg als Ausflugslinie ins Fichtelgebirge bewirbt. Aus Richtung Marktredwitz und Wunsiedel kommt die VGF-Linie 3. Fahrpläne stehen bei vgn.de und vgf-web.de; sie ändern sich je nach Saison, deshalb stehen hier keine Abfahrtszeiten.

Zur Barrierefreiheit macht das Museum selbst Angaben: Halle 1, das Freigelände und die Halle 3 seien gut mit dem Rollstuhl befahrbar, Führungen für Menschen mit Behinderung könnten vereinbart werden. ADAC Maps beschreibt die Ausstellungshallen ebenfalls als rollstuhlgerecht. Wer sichergehen will, fragt vorher telefonisch nach, denn das Hauptgebäude hat mehrere Etagen.

Ein Tag in Fichtelberg: Fahrzeugmuseum, Bergwerk und Fichtelsee

Das Deutsche Fahrzeugmuseum Fichtelberg liegt nicht allein. In derselben Gemeinde, im Ortsteil Neubau, liegt das Besucherbergwerk Gleißinger Fels, und oberhalb davon der Fichtelsee. Die Entfernungen sind klein. Gemessen an den Koordinaten in OpenStreetMap trennen das Museum und das Besucherbergwerk rund 1,7 Kilometer Luftlinie, das Museum und den Fichtelsee rund zwei Kilometer, das Bergwerk und den See ebenfalls knapp 1,8 Kilometer. Die Koordinaten des Museums und des Sees bei Wikipedia ergeben nahezu dieselben Werte. Auf der Straße sind es jeweils etwas mehr, weil der Ort am Hang liegt und die Wege Kurven machen.

Das Bergwerk ist der ältere Teil der Ortsgeschichte. Am Gleißinger Fels wurde Eisenglimmer abgebaut, ein schimmerndes Eisenerz, das die Bergleute Silbereisen nannten. Wikipedia datiert den Beginn des Erzbergbaus im oberen Fichtelnaabtal auf 1478 und das Ende auf den 26. März 1859. Heute ist das Bergwerk nur mit Führung zu besichtigen; familienurlaub-info.com und die Tourismuszentrale Fichtelgebirge nennen rund 45 Minuten. Die Termine veröffentlicht der Betreiber auf besucherbergwerk-fichtelberg.de. Unter Tage ist es kühl; familienurlaub-info.com rät zu jeder Jahreszeit zu warmer Kleidung und festen Schuhen.

Der Fichtelsee ist dagegen ein Ziel für draußen. Er wurde im 17. Jahrhundert als Wasserspeicher für die Eisenhütten von Gottesgab angelegt, also für eben jenen Bergbau, und liegt heute in einem Waldsattel zwischen Ochsenkopf und Schneeberg. Ein Rundweg führt um den See und durch das Fichtelseemoor. Alles Weitere dazu steht auf der Seite zum Fichtelsee.

Wie man die drei kombiniert, hängt vom Wetter ab. Bei Regen bieten sich Bergwerk und Fahrzeugmuseum an, denn beide funktionieren unabhängig vom Himmel; familienurlaub-info.com führt das Museum ausdrücklich als Tipp für Regentage im Fichtelgebirge. An einem trockenen Tag liegt es näher, vormittags eine Führung im Bergwerk zu machen, mittags um den See zu gehen und den Nachmittag im Automobilmuseum Fichtelberg zu verbringen. Die Reihenfolge hat einen praktischen Grund: Führungen im Bergwerk haben feste Zeiten, das Museum nicht.

Wer mehr Bergbau sehen will, findet in der Umgebung weitere Ziele, etwa das Goldbergwerk Goldkronach nördlich von Bayreuth oder den Überblick über alle Besucherbergwerke. Über den Ort selbst, seine Geschichte und seine Ortsteile informiert die Seite zu Fichtelberg in Oberfranken, über die Gipfel ringsum die Seite zu den Bergen im Fichtelgebirge.

Bleibt noch eine Kleinigkeit, die Verwechslungen vermeidet. Das Fahrzeugmuseum Fichtelberg liegt im Fichtelgebirge in Bayern. Mit dem Fichtelberg bei Oberwiesenthal im sächsischen Erzgebirge, dem höchsten Berg Sachsens, hat es nichts zu tun; die beiden Orte liegen rund 90 Kilometer Luftlinie auseinander. Wer ins Navigationsgerät nur „Fichtelberg“ eintippt, sollte die Postleitzahl 95686 dazunehmen.

Häufige Fragen

Ist das Automobilmuseum Fichtelberg dasselbe wie das Deutsche Fahrzeugmuseum Fichtelberg?

Ja. Das Museum heißt offiziell Deutsches Fahrzeugmuseum Fichtelberg. Die Bezeichnung Automobilmuseum Fichtelberg ist geläufig, steckt in der Internetadresse amf-museum.de und im Titel eines Buchs von Perry Eckert aus dem Jahr 1992.

Wo liegt das Fahrzeugmuseum in Fichtelberg?

Das Hauptgebäude steht am Nagler Weg 9–10 in 95686 Fichtelberg im Landkreis Bayreuth. Die Halle 3 liegt getrennt davon in der Bayreuther Straße, nach Angaben des Museums rund 1,1 Kilometer oder etwa 15 Minuten zu Fuß entfernt.

Wie viel Zeit sollte man für das Fahrzeugmuseum einplanen?

Wikipedia nennt anderthalb bis zweieinhalb Stunden, je nach Interesse. Ein Erfahrungsbericht auf familienurlaub-info.com kam auf etwa zweieinhalb Stunden für alle Hallen. Der Weg zur Halle 3 kommt hinzu.

Wie weit ist es vom Fahrzeugmuseum zum Besucherbergwerk Gleißinger Fels?

In der Luftlinie rund 1,7 Kilometer, gemessen an den Koordinaten von OpenStreetMap. Beide liegen in der Gemeinde Fichtelberg, das Bergwerk im Ortsteil Neubau weiter oben am Hang des Ochsenkopfs.

Wo stehen Öffnungszeiten und Eintrittspreise?

Auf der Website des Museums, amf-museum.de, oder telefonisch beim Museum. Verzeichnisse wie ADAC Maps oder automuseums.info nennen voneinander abweichende Öffnungszeiten, deshalb lohnt der Blick auf die Angaben des Betreibers vor der Fahrt.

Quellen

  1. Wikipedia: Deutsches Fahrzeugmuseum Fichtelberg
  2. Deutsches Fahrzeugmuseum Fichtelberg: Das deutsche Fahrzeugmuseum Fichtelberg
  3. Deutsches Fahrzeugmuseum Fichtelberg: Ausstellung
  4. ADAC Maps: Deutsches Fahrzeugmuseum Fichtelberg
  5. freizeitmonster.de: Deutsches Fahrzeugmuseum Fichtelberg
  6. automuseums.info: German Car Museum Fichtelberg
  7. familienurlaub-info.com: Fichtelgebirge bei Regen
  8. Gemeinde Fichtelberg (Tourismus): Museen & Ausstellungen
  9. Gemeinde Fichtelberg: Anfahrt
  10. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg: Fichtel-Express
  11. Wikipedia: Fichtelberg (Oberfranken)
  12. Wikipedia: Fichtelsee
  13. OpenStreetMap: Deutsches Fahrzeugmuseum, Nagler Weg 9, Fichtelberg
  14. OpenStreetMap: Besucherbergwerk Gleißinger Fels
  15. OpenStreetMap: Fichtelsee
  16. Haus der Bayerischen Geschichte: Gemeinde Fichtelberg
  17. Wikipedia (englisch): Fichtelberg, Bavaria
  18. Tourismuszentrale Fichtelgebirge: Besucherbergwerk Gleißinger Fels
  19. Erlebnis Ochsenkopf: Fichtelberg